Making Heimat geht auf Weltreise

Der vom Deutschen Architekturmuseum (DAM) kuratierte deutsche Beitrag der Architekturbiennale in Venedig 2016 „Making Heimat. Germany, Arrival Country“ ist noch immer hochaktuell. Jetzt plant das Goethe-Institut, die acht im deutschen Pavillon ausgestellten Thesen unter dem Titel „Ankunftsstadt / Arrival City“ auf weltweite Tour zu schicken und dort zur Diskussion zu stellen. An (bisher) zehn Auslandsstationen sollen die Themen Ankunft und Integration in der jeweiligen Region bearbeitet sowie mit je einer lokalen Ankunftsstadt (in Making Heimat war es „Offenbach Is Almost All Right“) porträtiert werden. Nach einem gemeinsamen Workshop in Frankfurt im Januar 2018 sind folgende Stationen für 2018/2019 vorgesehen: Mumbai und Karachi, Caracas, Lima und Santiago de Chile, Boston und San Francisco, Liverpool, Marseille und Prag.

Mehr Informationen gibt es auf dem Kulturportal.

 

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Suomi Seven ab 24. März 2015 in Helsinki

Es ist soweit! Die Ausstellung „Suomi Seven. Junge Architekten aus Finnland“, welche im Rahmen der Frankfurter Buchmesse 2014 im Herbst/Winter 2014/2015 im Deutschen Architekturmuseum (DAM) gezeigt wurde, wurde am 23. März im Museum of Finnish Architecture (MFA) in Helsinki eröffnet. Dort ist sie vom 24. März bis zum 5. Mai 2015 zu sehen – Helsinki ist immer eine Reise wert!

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Der dazugehörige Katalog kann weiterhin im DAM Museumsshop für 16 € erworben werden, dort gibt es auch einige ausgewählte artek-Produkte.

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And the Pritzker Prize 2015 goes to … Frei Otto!

Frei Otto, der Ingenieur der zeichenhaften Zeltdächer des Münchner Olympiageländes von 1972, erhält an seinem Todestag, am 10. März 2015, den diesjährigen Pritzker Prize. Seitdem sind viele Beiträge über ihn und sein Werk veröffentlicht worden, am meisten berührt hat mich der Artikel von Gerhard Matzig in der Süddeutschen Zeitung, vom 11. März 2015: „Luftschlösser für eine bessere Welt.“ Hier kommt mein Lieblings-Absatz:
„Frei Otto interessierte sich nicht für Ruhm oder für die Präsentation seiner Arbeiten, er interessierte sich vor allem für Versuch und Irrtum, für das Ausprobieren, Tüfteln, Wagen. Für das Experiment. Ihn interessierte das Denken mehr als das Machen. Einmal sagte er, ganz ohne Bedauern, er habe nur wenig gebaut in seinem Leben. Und das Wenige bestehe zumeist aus „Luftschlössern“.“

Vor 10 Jahren widmete ihm das Architekturmuseum München anlässlich seines 80. Geburtstags eine Ausstellung mit dem Titel „Frei Otto – Leicht bauen, natürlich gestalten“. Winfried Nerdinger, der damalige Direktor des Museums, brachte zeitgleich das erste „Gesamtwerk“ im Birkhäuser Verlag heraus.

Foto: Copyright Atelier Frei Otto Warmbronn

Lina Bo Bardi 100

Am 5. Dezember 2014 wäre die italienisch-brasilianische Architektin (und Designerin) Lina Bo Bardi 100 Jahre alt geworden. Heute war ich (mit vielen anderen Besuchern!) im Architekturmuseum der TU München (in der Pinakothek der Moderne), am letzten Tag der Ausstellung über die Avantgardistin: „Lina Bo Bardi 100. Brasiliens alternativer Weg in die Moderne„. Es wäre fantastisch, wenn diese Ausstellung mit vielen Originaldokumenten (von der Bo Bardi Stiftung), aktuellen Fotos (von Markus Lanz) sowie eindrücklichen Modellen (von Studenten der TU München neu gebaut) auch in anderen Museen gezeigt werden könnte, denn ihre außergewöhnlichen Projekte sind in Europa bisher wenig bekannt. Bis dahin kann ich die Lektüre des umfangreichen Ausstellungskatalogs empfehlen, der im Herbst 2014 von Hatje Cantz herausgebracht wurde. Viel besser wäre natürlich noch eine Reise nach Brasilien zu ihren realisierten, und noch erhaltenen, Bauwerken. Meine Top3-Liste in Sao Paulo ist: 1. Kulturzentrum SESC Pompeia 2. Museum MASP 3. Wohnhaus (und Sitz der Bo Bardi Stiftung) Casa de Vidro. Viel Spaß dabei!

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