Baumeister Curated by MVRDV

Am 26. Juni 2020 ist das Magazin „#BaumeisterCurated by Winy Mass MVRDV / The Why Factory“ erschienen.

„Under the direction of Winy Maas, the July issue of Baumeister turns a mirror on Germany, delivering an “outsider’s perspective” on the idiosyncrasies of German architecture. During our #BaumeisterCuratedTakeover we’ll take you on a whirlwind tour of the articles included in #ImPossibleGermany… We hope you enjoy it!“ (aus dem Instagram-Takeover von MVRDV am 26.06.2020)

Unter anderem findet sich darin in dem Kapitel „German Rules“ auch ein #PossibleGermany Beitrag von mir mit dem Titel „Von Flüchtlingsunterkünften zu bezahlbarem Wohnungsbau“ – ein Rückblick auf all das, was in den letzten 5 Jahren seit dem Start unserer #MakingHeimat Flüchtlingsbauten-Datenbank für die Architekturbiennale Venedig 2016 passiert ist.

Hier gibt es einen kleinen Einblick in das Heft

Stay tuned for more …

Zukunftskonzept Innenstadt Offenbach

Am 3. Juni 2020 wurde das von Urbanista erarbeitete Zukunftskonzept für die Offenbacher Innenstadt vom Magistrat beschlossen. Im Rahmen des „Zukunftsclubs“ durfte ich 2019 in mehreren Workshops daran mitarbeiten und es freut mich sehr, dass einige unserer Herzensprojekte es bis in die verabschiedete Fassung geschafft haben.

Insbesondere durch die Erfahrungen aus den vergangenen Corona-Monaten werden unsere Ideen zur #PostShoppingCity um so wichtiger und können so zum Vorbild für andere Kommunen werden. Nun bleibt es spannend, welche Projekte in der aktuellen Situation tatsächlich realisiert werden können … die „Station Mitte“ und das „Grüne Band“ scheinen den Auftakt zu machen. Auf geht´s!

Von der Website der Stadt Offenbach kann das gesamte Zukunftskonzept heruntergeladen werden.

In der Stadtbauwelt 13.2020 gibt es ein lesenswertes Interview von (dem Offenbacher) Jan Friedrich mit den verantwortlichen Urbanista-Planern Julian Petrin und Sven Lohmeyer.

Architekturführer Metropolregion Frankfurt Rhein-Main

Es ist soweit: Der lang ersehnte Architekturführer Metropolregion Frankfurt Rhein-Main ist Ende Februar 2020 bei DOM Publishers erschienen! Nach zwei Jahren intensiver Arbeit mit vielen Höhen und Tiefen fühlt es sich wunderbar an, das 500-seitige Prachtwerk in den Händen zu halten. Vielen Dank an alle, die bei unserer Buchpräsentation im Deutschen Architekturmuseum (DAM) waren – es war ein grandioser Abend mit Euch!

Ihr könnt das Buch online beim Verlag bestellen oder selbstverständlich in eurer Buchhandlung vor Ort (ISBN 978-3-86922-556-2).

Als Teaser gibt es schon diverse Interviews und Rezensionen:
„Architekturführer Rhein-Main“ auf moderne REGIONAL
„Making a Region“ bei Feels Like Hessen
„Sightseeing zuhause – Neuer Architekturführer für Rhein-Main“ auf hr-info
„Im Grand Tower geht demnächst das Licht an“ im FAZ Feuilleton, 29.04.2020 (Link folgt)

Die globale Stadt vor Ort

Ein Stadtgespräch mit Philipp Rode, Geschäftsführer von LSE Cities, und Anna Scheuermann, Architektin und Kuratorin der Ausstellung „Making Heimat. Germany, Arrival Country“, organisiert von der Alfred Herrhausen Gesellschaft, in Kooperation mit LSE Cities und dem Deutschen Architekturmuseum, am 3. Juli 2019 in Frankfurt am Main

Zur Anmeldung

„Zwei Drittel der Menschheit werden 2050 in Städten leben. Bereits in den letzten 20 Jahren haben sich Städte radikal verändert. Das Leben konzentriert sich immer mehr in Metropolen und sie prägen unsere sozialgesellschaftliche Existenzgrundlage.

Was sind die Kräfte und Dynamiken, die dieses exponentielle Wachstum und die weltweite Wanderung beeinflussen? Wann werden Städte als Ankunftsorte angenommen und funktionieren besser für alle? Was bedarf es, dass Städte als Heimat wahrgenommen werden?“

Making Heimat – Germany, Arrival Country (Band 1) noch im DAM erhältlich

Der erste (rote) Band unserer Making Heimat Publikationsreihe über die Arrival Cities in Deutschland, welcher im Mai 2016 zur Architekturbiennale in Venedig herauskam, ist mittlerweile im Buchhandel vergriffen! Gute Nachrichten für alle DAM-Besucher: Im Deutschen Architekturmuseum gibt es noch Restbestände zum Ursprungspreis von 9,90 €. Wer dort alle drei Bände kauft, bekommt auch noch eine Original-Making Heimat-Tasche dazu.

Hier geht es zum Online-Shop des DAM.

Suomi Seven ab 24. März 2015 in Helsinki

Es ist soweit! Die Ausstellung „Suomi Seven. Junge Architekten aus Finnland“, welche im Rahmen der Frankfurter Buchmesse 2014 im Herbst/Winter 2014/2015 im Deutschen Architekturmuseum (DAM) gezeigt wurde, wurde am 23. März im Museum of Finnish Architecture (MFA) in Helsinki eröffnet. Dort ist sie vom 24. März bis zum 5. Mai 2015 zu sehen – Helsinki ist immer eine Reise wert!

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Der dazugehörige Katalog kann weiterhin im DAM Museumsshop für 16 € erworben werden, dort gibt es auch einige ausgewählte artek-Produkte.

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And the Pritzker Prize 2015 goes to … Frei Otto!

Frei Otto, der Ingenieur der zeichenhaften Zeltdächer des Münchner Olympiageländes von 1972, erhält an seinem Todestag, am 10. März 2015, den diesjährigen Pritzker Prize. Seitdem sind viele Beiträge über ihn und sein Werk veröffentlicht worden, am meisten berührt hat mich der Artikel von Gerhard Matzig in der Süddeutschen Zeitung, vom 11. März 2015: „Luftschlösser für eine bessere Welt.“ Hier kommt mein Lieblings-Absatz:
„Frei Otto interessierte sich nicht für Ruhm oder für die Präsentation seiner Arbeiten, er interessierte sich vor allem für Versuch und Irrtum, für das Ausprobieren, Tüfteln, Wagen. Für das Experiment. Ihn interessierte das Denken mehr als das Machen. Einmal sagte er, ganz ohne Bedauern, er habe nur wenig gebaut in seinem Leben. Und das Wenige bestehe zumeist aus „Luftschlössern“.“

Vor 10 Jahren widmete ihm das Architekturmuseum München anlässlich seines 80. Geburtstags eine Ausstellung mit dem Titel „Frei Otto – Leicht bauen, natürlich gestalten“. Winfried Nerdinger, der damalige Direktor des Museums, brachte zeitgleich das erste „Gesamtwerk“ im Birkhäuser Verlag heraus.

Foto: Copyright Atelier Frei Otto Warmbronn

Zeichner verteidigen die Meinungsfreiheit

„Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist ein Grundrecht der Aufklärung und darf zu keiner Zeit verhandelbar sein. Wir brauchen eine offene Gesellschaft wie die Luft zum Atmen. Wir brauchen den Respekt voreinander, gleich welcher Überzeugung, Religion, Herkunft oder Hautfarbe. Wir treten dafür ein, dass die Meinungsfreiheit respektiert und verteidigt wird. Wir wehren uns mit Stift und Pinsel.“ (Aladin Verlag)

Klaus Humann, Verleger des Hamburger Aladin Verlags, hat im Nachgang des Attentats auf die Pariser „Charlie Hebdo“-Redaktion vom 7. Januar 2015 Zeichner aufgerufen, die Freiheit der Meinungsäußerung einzuklagen. 29 Illustratoren (aus sechs Ländern) haben mit ihren eindrücklichen Bildern geantwortet. Nicht nur von ihnen sondern auch von Andreas Platthaus (stellvertretender Feuilletonchef der FAZ), der die Einleitung „Zweierlei Blei“ verfasste, wird der Bleistift zum Symbol des Buchs voller persönlicher und nachdenklicher Bilder:
„Ein Wort, das schwer klingt, aber ein Werkzeug, das zerbrechlich ist.“

Jutta Bauer (sieh auch Die Königin der Farben und Juli!) lässt die bekannten Bilderbuch-Helden voller Trauer auf Vorder- und Rückseite des Buches marschieren. Im Inneren folgt Ole Könnecke mit einem (für uns rhetorischen!) Fragespiel mit seinen Figuren Lester und Bob. Christoph Niemann  (siehe auch Der Kartoffelkönig und Petting Zoo Memo Game) zeigt eine Trauerblume aus Bleistift-Spitzresten. Mein persönlicher Favorit sind die mit bunter Farbe hantierenden Terroristen von Larissa Bertonasco (S.12) – sie geben einen Funken Hoffnung. Alle Erlöse des einmaligen Buchprojekts gehen an das „Writers-in-Prison“-Programm des PEN (Poets-Essayists-Novelists), welches am Ende des Buches beschrieben wird.

Hier ist die (alphabetische) Liste aller Künstler, die sich beteiligt haben:
ATAK, Jutta Bauer, Larissa Bertonasco, Quint Buchholz, Flix, Bob Grahan, Nikolaus Heidelbach, David Hughes, Janosch, Joelle Jolivet, Ulf K., Regina Kehn, Reinhard Kleist, Ole Könnecke, Isabel Kreitz, Marine Ludin, Ulli Lust, Hildegard Müller, Thomas M. Müller, Christoph Niemann, Moni Port, Chris Riddell, Axel Scheffler, Peter Sis, Ralph Steadman, Philip Waechter, David Wiesner, Sabine Wilharm, Barbara Yelin.

Ein Buch zum Ausrufen: Je suis Charlie!

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Zeichner verteidigen die Meinungsfreiheit
eingeleitet von Andreas Platthaus
herausgegeben von Klaus Humann
mit Bildern von 29 Zeichnern
2015, Aladin Verlag, Hamburg, www.aladin-verlag.de

Ein Beitrag vom Bilderbücherwurm, vom 23.2.2015