Zweite Heimat – Sauerland

Lesen statt Reisen ist angesagt – daher kommt heute ein Buchtipp für einen weiteren regionalen Führer von DOM publishers: für den Architekturführer Sauerland.

Die eine Hälfte meiner Familie kommt aus dem Sauerland, die andere aus dem Ruhrgebiet, so dass ich Nord-Rhein-Westfalen als meine „Zweite Heimat“ sehe. In meiner Kindheit und Jugend war ich häufig auf Verwandtenbesuch dort – insbesondere zur Weihnachtszeit – und bin wirklich sehr angetan von der Baukultur, die in den letzten 20 Jahren im Sauerland entstanden ist.

„Stolze 50 Prozent der Fläche des Sauerlandes sind mit Wald bedeckt.“ (Anselm Weyer)

Trotzdem oder gerade deshalb lohnt sich die Lektüre und der Blick auf die Vielfalt der ausgewählten Bauten. Mein aktuelles Lieblingsprojekt ist der „Seelenort Referinghausen“ (2020) und allgemein die „Open Mind Places“ von Christoph Hesse Architects. Sie passen einfach zu gut in diese seltsame Corona- und Klima-Krisenzeit.

Wer mehr über die „Open Mind Places“ erfahren möchte, sollte bis 19. Dezember 2020 in der Architektur Galerie Berlin vorbeischauen oder die dazugehörige Ausstellungsrezension in der Bauwelt lesen.

Advent 2020

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt … bevor das Christkind vor der Tür steht, gibt es zum Abschluss des Jahres 2020 noch einen ganz persönlichen Geschenketipp:
Unser „Architekturführer Metropolregion Frankfurt Rhein-Main“ (2020, DOM publishers) kann nicht nur im warmen Zuhause sondern auch an der frischen Luft beim Spazieren, Wandern oder Radfahren gelesen werden. Er ist der perfekte Begleiter für alle Architekt*innen und Architekturinteressierten in dieser seltsamen Zeit, in der wir euch leider nicht in echt zu unseren Lieblingsorten im Rhein-Main-Gebiet führen können. Schnappt euch eure bequemen Schuhe und schnellen Räder und macht euch mit unserer Hilfe auf den Weg, um diese grüne Region zu entdecken! 2021 können wir es dann hoffentlich wieder gemeinsam tun … bis dahin alles Gute!

Kulturikone weiterbauen?

Am 23. November 2020 fand die erste (hybride) Veranstaltung in der Gesprächsreihe zur Zukunft der Städtischen Bühnen Frankfurt statt. Unter dem Titel „Kulturikone weiterbauen?“ waren Claus Anderhalten (Anderhalten Architekten, Berlin / FG Entwerfen im Bestand, Universität Kassel), Astrid Wuttke (schneider+schumacher, Frankfurt am Main) und der Frankfurter Baudezernent Jan Schneider von der Initiative „Zukunft Städtische Bühnen“ zu einer Vortrags- und Diskussionsrunde eingeladen. Als Vertreterin der Initiative beteiligte sich Maren Harnack (Städtebau und Entwerfen, Frankfurt University of Applied Sciences) an der Diskussion.

Die Moderation des Abends habe ich gerne übernommen – auch wenn das Publikum coronabedingt weit weg an den Computern und Mobilgeräten saß – da mir zwei Dinge in der Debatte besonders am Herzen liegen:
1. Die Diskussion über Schauspiel und Oper muss öffentlich und für alle zugänglich geführt werden. Kunst und Kultur gehen uns alle an und sollten ein zentraler Baustein in der (Wieder-)Belebung unserer Innenstädte sein, nicht nur für Frankfurt 2030.
2. Das „Weiterbauen“ muss von Architekten und Stadtplanern genau durchdacht und geplant werden. Wir brauchen herausragende Beispiele, damit es in der breiten Öffentlichkeit zu einer anschaulichen Alternative zu dem allgemeinen Wunsch nach Neubau oder Rekonstruktion wird. Besonders die Einsparung von Grauer Energie und die Betrachtung des gesamten Lebenszyklusses eines Gebäudes spielen in der Vermittlung eine wichtige Rolle. Doch auch die passende Gestalt und die nötige Funktion dürfen dabei nicht zu kurz kommen.

Das Video des Gesprächs kann nun online (nach)geschaut werden.

Mehrere Medien haben über das 1. Gespräch berichtet (hier eine Auswahl), ein Link zur Videoaufzeichnungen des Abends folgt:
Rainer Schulze in der FAZ vom 24.11.2020
Sina Eichhorn im Journal Frankfurt vom 24.11.2020
Christoph Scheffer auf hessenschau.de am 24.11.2020
Helen Schindler in der Frankfurter Rundschau vom 25.11.2020

Im März 2020 hatte sich die Initiative „Zukunft Städtische Bühnen Frankfurt“ gegründet und eine Petition gestartet, die weiterhin unterschrieben werden kann, um den kritischen Diskurs über Abriss / Neubau / Rekonstruktion / Weiterbau der Doppelanlage wieder in die Öffentlichkeit zu holen. Dort heißt es unter anderem: „Notwendig ist eine transparente, öffentliche Debatte, wie das zukünftige Stadttheater als ein zentraler Ort bürgerlicher Selbstverständigung der Stadtgesellschaft gestaltet werden kann.“

Bild Ulfert Beckert © Jens und Sven Beckert
Farbliche Bearbeitung: Initiative Zukunft Städtische Bühnen Frankfurt, 2020

ZELUBA im Jahrbuch Ingenieurbaukunst 2021

Soeben ist das Jahrbuch Ingenieurbaukunst 2021 erschienen, welches seit 20 Jahren von der Bundesingenieurkammer herausgegeben wird. Dieses Jahr hatte der wissenschaftliche Beirat das osd – office for structural design Projekt ZELUBA für die Leistungsschau ausgewählt, für das ich zusammen mit Susanne Jacob-Freitag und Klaus Fäth (osd) den Beitrag „Zukunftsweisendes Forschungsgebäude in hybrider Holz-Beton-Verbundbauweise – Das ZELUBA in Braunschweig“ verfasst habe. Vielen Dank an dieser Stelle an die beteiligten Architekten der Arge ZELUBA (DGI Bauwerk / schneider+schumacher) für die Unterstützung bei der Planung, Ausführung und Dokumentation!

Auf der Website des Verlags Ernst & Sohn gibt es eine kleine Leseprobe (allerdings ohne den ZELUBA-Beitrag)

#schoeneeckenausoffenbach

An einem der letzten schönen Spätsommertage 2020 habe ich einen Spaziergang mit Niko Goebel von #schoeneeckenausoffenbach durch das Offenbacher Nordend und die Innenstadt gemacht. Daraus ist ein wundervoller Beitrag geworden mit dem Titel „Angekommen in Offenbach“, der nun veröffentlicht wurde:
https://schoneeckenausoffenbach.wordpress.com/2020/10/20/anna-scheuermann-angekommen-in-offenbach/

Es war mir eine große Freude und ich freue mich auf weitere (gemeinsame) Projekte in und um Offenbach: „Offenbach ist ganz okay“!

Baumeister Curated by MVRDV

Am 26. Juni 2020 ist das Magazin „#BaumeisterCurated by Winy Mass MVRDV / The Why Factory“ erschienen.

„Under the direction of Winy Maas, the July issue of Baumeister turns a mirror on Germany, delivering an “outsider’s perspective” on the idiosyncrasies of German architecture. During our #BaumeisterCuratedTakeover we’ll take you on a whirlwind tour of the articles included in #ImPossibleGermany… We hope you enjoy it!“ (aus dem Instagram-Takeover von MVRDV am 26.06.2020)

Unter anderem findet sich darin in dem Kapitel „German Rules“ auch ein #PossibleGermany Beitrag von mir mit dem Titel „Von Flüchtlingsunterkünften zu bezahlbarem Wohnungsbau“ – ein Rückblick auf all das, was in den letzten 5 Jahren seit dem Start unserer #MakingHeimat Flüchtlingsbauten-Datenbank für die Architekturbiennale Venedig 2016 passiert ist.

Hier gibt es einen kleinen Einblick in das Heft

Stay tuned for more …

Zukunftskonzept Innenstadt Offenbach

Am 3. Juni 2020 wurde das von Urbanista erarbeitete Zukunftskonzept für die Offenbacher Innenstadt vom Magistrat beschlossen. Im Rahmen des „Zukunftsclubs“ durfte ich 2019 in mehreren Workshops daran mitarbeiten und es freut mich sehr, dass einige unserer Herzensprojekte es bis in die verabschiedete Fassung geschafft haben.

Insbesondere durch die Erfahrungen aus den vergangenen Corona-Monaten werden unsere Ideen zur #PostShoppingCity um so wichtiger und können so zum Vorbild für andere Kommunen werden. Nun bleibt es spannend, welche Projekte in der aktuellen Situation tatsächlich realisiert werden können … die „Station Mitte“ und das „Grüne Band“ scheinen den Auftakt zu machen. Auf geht´s!

Die Website „Offenbach Mitte“ gibt einen guten Überblick über das Zukunftskonzept und bietet einen Download des gesamten Konzepts als pdf an.

In der Stadtbauwelt 13.2020 gibt es ein lesenswertes Interview von (dem Offenbacher) Jan Friedrich mit den verantwortlichen Urbanista-Planern Julian Petrin und Sven Lohmeyer.

Architekturführer Metropolregion Frankfurt Rhein-Main

Es ist soweit: Der lang ersehnte Architekturführer Metropolregion Frankfurt Rhein-Main ist Ende Februar 2020 bei DOM Publishers erschienen! Nach zwei Jahren intensiver Arbeit mit vielen Höhen und Tiefen fühlt es sich wunderbar an, das 500-seitige Prachtwerk in den Händen zu halten. Vielen Dank an alle, die bei unserer Buchpräsentation im Deutschen Architekturmuseum (DAM) waren – es war ein grandioser Abend mit Euch!

Ihr könnt das Buch online beim Verlag bestellen oder selbstverständlich in eurer Buchhandlung vor Ort (ISBN 978-3-86922-556-2).

Als Teaser gibt es schon diverse Interviews und Rezensionen:
„Architekturführer Rhein-Main“ auf moderne REGIONAL
„Making a Region“ bei Feels Like Hessen
„Sightseeing zuhause – Neuer Architekturführer für Rhein-Main“ auf hr-info
„Im Grand Tower geht demnächst das Licht an“ im FAZ Feuilleton, 29.04.2020 (Link folgt)

2. Netzwerktreffen Architekturkommunikation

Im Rahmen des Bauwelt Kongresses 2019 hat das „Netzwerk Architekturkommunikation“ am 5. Dezember 2019 erneut zum Gesamtnetzwerktreffen in Berlin eingeladen – ein großer Dank für die Organisation geht an das Berliner Team. Seit seiner Entstehung im Herbst 2016 dient das Netzwerk als Plattform für Kommunikationsfachleute aus der erweiterten Architekturszene und Baubranche und zählt deutschland- und europaweit inzwischen über 350 Mitglieder.

Mehr Informationen gibt es beim Netzwerk Architekturkommunikation.

osd statements03 – elementary

Am 14. November 2019 fanden die osd statements03 – elementary im Deutschen Architekturmuseum (DAM) in Frankfurt am Main statt. Nach den vergangenen osd statements zu den Themen „engineering the future“ (2017) und „digital interfaces“ (2018) besann sich die diesjährige Veranstaltung auf das, was wirklich essentiell ist beim Bauen und Konstruieren.
Moderation von osd: Anna Scheuermann

Mehr Informationen gibt es bei osd – office for structural design.